Imaginative Traumatherapie

Das Trauma lösen lernen

Voraussetzung für eine erfolgreiche Traumatherapie ist die vertrauensvolle Beziehung zwischen Klient und Therapeut. Ganz wichtig ist dabei, dass die Betroffenen ohne Druck das Tempo selbst bestimmen, mit dem wir uns der Lösung nähern. Daher ist jede Traumatherapie einzigartig. Grundsätzlich gliedert sie sich in drei Behandlungsphasen:

Phase 1: Stabilisierung

Als erstes schaffen wir gemeinsam ein solides Fundament zur seelischen Stabilisierung. Dabei nutzen wir Methoden wie Tiefenentspannung, Übungen zur Selbstwahrnehmung und trainieren imaginative Verfahren, wie beispielsweise der Aufbau eines „sicheren inneren Ortes“. So gewinnen Sie mehr Kontrolle über die Symptome.

Phase 2: Bearbeitung des Traumas

Hier betrachten wir das traumatisierende Ereignis aus geschützter Distanz mittels einer imaginativen Technik – der Kinotechnik. Sie erfahren einen neuen und erfolgreichen Umgang mit dem traumatisierenden Ereignis: Die „Angriff“- oder „Flucht“-Entscheidung, d. h. wie wir mit dem Erlebten umgehen, wird auf der Ebene der Imagination neu bereitgestellt. Dadurch gelingt es, die Situation und die eigene Rolle neu zu bewerten, das Traumaereignis aufzulösen und die Energien sinnvoll abzuleiten. Aus Hilflosigkeit wird Kompetenz, aus dem passiven „Opfer“ wird ein aktiv Handelnder.

Phase 3: Integration und Verankerung

Die Begegnung mit dem Traumaereignis und dessen Lösung sind tiefgreifende Erfahrungen. In der dritten Phase gehen wir gemeinsam durch die weitere Verarbeitung, entwickeln neue Bewältigungsstrategien hin zu einem neuen Selbst-Erleben und neuer Lebenskraft.